Meine rätselhafte jüdische Familie
Barbara Klein begibt sich auf eine ebenso persönliche wie bewegende Reise in die Geschichte ihrer jüdischen Familie.
In einer bürgerlichen Familie der Nachkriegszeit aufgewachsen, macht sich Barbara Klein auf die Suche nach deren verdrängter und verschwiegener jüdischer Herkunft und erzählt von Flucht und Exil, von Vernichtung und vom Überleben des Großvaters als letztem jüdischem »Krankenbehandler« im Nazi-Wien.
In »Soweit alles in Ordnung« begibt sie sich auf eine akribische Spurensuche durch Archive und Familienalben, durch ein Österreich, das seine jüdische Geschichte oft lieber vergessen wollte.
Das Ergebnis ist ein Buch über Identität, Verlust und die Fragen, die oft ungestellt bleiben – bis es zu spät ist, sie zu stellen.
Die Autorin verbindet persönliche Recherche mit historischem Kontext und erzählt so nicht nur von ihrer eigenen Familie, sondern vom kollektiven Vergessen, das bis in die Gegenwart nachwirkt.
»Soweit alles in Ordnung« ist ein ebenso persönliches wie universelles Buch – eine Einladung, die eigenen Familiengeschichten neu zu lesen und zu hinterfragen. Erschienen im Picus Verlag in Wien.
„Eine Familiengeschichte, ein Rubens'scher Engelsturz, die einen landen auf den Füßen, die andren in den Krematorien der Nazis. Es stürzen die Opfer. Die Täter dürfen aufrecht bleiben und gehen in die Welt, als wäre nichts gewesen. Eine unglaublich präzise recherchierte Geschichte von so vielen Leben, und jedes Leben hat seine eigene. Und jede dieser Geschichten steht für unsere Geschichte, und sie müssen auch alle für sie einstehen. Rechenschaft wird nicht verlangt, das wäre schon zuviel des Guten. Was man nicht fassen kann, das muß man lesen."Elfriede Jelinek
Nobelpreisträgerin für Literatur